Bratapfel-Schokolade selber machen – Gefüllte Winter-Schokoladentafel mit Rum, Apfel und Rosinen

Bratapfel-Schokolade selber machen – Gefüllte Winter-Schokoladentafel mit Rum, Apfel und Rosinen

    Sobald draußen die Temperaturen sinken, Weihnachtsmärkte öffnen und der Duft von Zimt, gebrannten Mandeln und heißem Punsch in der Luft liegt, beginnt für viele auch die Zeit der winterlichen Süßigkeiten. Genau in diese Jahreszeit passt diese Bratapfel-Schokolade einfach perfekt. Sie vereint alles, was man geschmacklich mit Winter und Weihnachten verbindet, in einer einzigen edlen Schokoladentafel: kräftige Zartbitterschokolade, fruchtige Äpfel, saftige Rosinen, knackige Mandeln, ein Hauch Rum und natürlich etwas Zimt für das typische Bratapfel-Aroma. Heraus kommt eine gefüllte Schokolade, die fast schmeckt wie ein weihnachtliches Dessert in Tafelform.

    Diese Bratapfel-Schokolade ist definitiv kein schnelles Anfängerrezept für zwischendurch, sondern eher ein kleines Projekt für alle, die bereits erste Erfahrungen mit dem Gießen von Schokoladentafeln oder Pralinen gesammelt haben. Die Herstellung braucht etwas Zeit, Fingerspitzengefühl und Geduld – aber genau das macht sie auch so besonders. Denn das Ergebnis erinnert am Ende eher an hochwertige Confiserie als an einfache selbstgemachte Schokolade. Wenn man die fertige Tafel aufbricht und die cremig-fruchtige Füllung aus der dunklen Schokoladenhülle hervortritt, merkt man sofort: Der Aufwand hat sich gelohnt.

    Geschmacklich lebt diese Schokolade vom spannenden Zusammenspiel der verschiedenen Komponenten. Die Zartbitterhülle bildet mit ihrer leicht herben Note einen wunderbaren Kontrast zur süßen, cremigen Füllung. Diese wiederum bringt mit Äpfeln und Rosinen sofort das typische Aroma von Bratapfel auf die Zunge – warm, fruchtig und angenehm würzig. Die gehackten Mandeln sorgen zusätzlich für feinen Biss und leicht nussige Röstaromen, während der Rum der Ganache eine angenehme Tiefe verleiht und das gesamte Geschmacksbild wunderbar abrundet. Zusammen entsteht eine Füllung, die herrlich aromatisch, winterlich und überraschend komplex schmeckt.

    Besonders schön an dieser Tafel ist, dass sie tatsächlich stark an klassischen Bratapfel erinnert, aber eben nicht zu süß oder künstlich wirkt. Stattdessen schmeckt sie angenehm erwachsen und ausgewogen. Gerade durch die dunkle Schokolade bekommt das Ganze eine elegante Note, die sie deutlich von typischer Weihnachtssüßigkeit abhebt. Diese Tafel ist weniger reine Nascherei als vielmehr ein kleines Gourmet-Konfekt für besondere Momente.

    Ich finde, solche aufwendigeren Rezepte haben gerade in der Advents- und Weihnachtszeit ihren ganz eigenen Reiz. Während man unter dem Jahr oft schnelle und unkomplizierte Rezepte bevorzugt, darf es im Winter ruhig auch einmal etwas sein, bei dem man sich bewusst Zeit nimmt. Allein schon das Herstellen der Hohlform, das Einfüllen der Ganache und das anschließende Verschließen der Tafel hat fast etwas Meditatives und macht unglaublich viel Freude, wenn man gerne in der Küche tüftelt und Neues ausprobiert.

    Auch als Geschenk macht diese Bratapfel-Schokolade richtig Eindruck. Durch die Füllung und die edle Optik wirkt sie sofort wie eine handgemachte Praline in XXL-Format und eignet sich wunderbar als selbstgemachtes Mitbringsel in der Weihnachtszeit. Hübsch verpackt in Folie oder einer kleinen Schachtel ist sie ein persönliches Geschenk, das deutlich luxuriöser wirkt als klassische Plätzchen oder einfache Schokolade – und meist für überraschte Gesichter sorgt, wenn jemand merkt, dass diese raffinierte Tafel tatsächlich selbst gemacht wurde.

    Wichtig ist bei der Herstellung vor allem Geduld. Gerade bei gefüllten Tafeln sollte die Ganache wirklich gut abkühlen, bevor sie verarbeitet wird, damit die Schokoladenhülle nicht wieder schmilzt. Ebenso braucht die gefüllte Tafel ausreichend Zeit zum Durchziehen und Festwerden, damit später beim Verschließen alles stabil bleibt. Wer sauber arbeitet und sich nicht hetzen lässt, wird aber mit einem Ergebnis belohnt, das optisch wie geschmacklich absolut beeindruckend ist.

    Durch die Sahne in der Füllung ist diese Bratapfel-Schokolade zwar nicht unbegrenzt haltbar, doch ehrlich gesagt ist das meist ohnehin kein Problem. Denn wer einmal probiert hat, wie gut diese Kombination aus knackiger Zartbitterschokolade und cremiger Winterfüllung schmeckt, weiß schnell: Lange bleibt davon normalerweise nichts übrig.

    Wenn du also für die kalte Jahreszeit nach einer besonderen Schokoladenidee suchst, die weit über klassische Tafeln hinausgeht, solltest du diese Bratapfel-Schokolade unbedingt ausprobieren. Sie verbindet die Aromen eines traditionellen Winterdesserts mit feiner Chocolatier-Kunst und ist genau die richtige Wahl für alle, die Weihnachten am liebsten nicht nur dekorieren und feiern, sondern auch schmecktlich voll auskosten möchten.

    Rezept: Bratapfel-Schokolade

    Zutaten:

    Für die Füllung:

    • 40 gr. getrocknete Apfelringe
    • 20 gr. Rosinen
    • 15 gr. gehackte Mandeln
    • 1-2 El Rum
    • 1 Prise Zimt
    • 45 gr Sahne
    • 100 gr. Weiße Kuvertüre

    Für die Tafel:

    • 300 gr. Zartbitterkuvertüre

    Zubereitung:

    Apfelringe und Rosinen in feine Würfel schneiden, Zimt darüber streuen, vermischen  und für 1-2 Stunden im Rum ziehen lassen.

    Weiße Kuvertüre hacken.

    Sahne aufkochen, vom Herd nehmen und die gehackte Kuvertüre unter Rühren zugeben. So lange rühren, bis die ganze Kuvertüre geschmolzen ist. Äpfel- und Rosinenwürfel, Rum und gehackte Mandeln zu der Ganache geben und ggf. mit Zimt nachschmecken.

    Ganache auf etwa 20°C abkühlen lassen. Wird sie zu warm verarbeitet, schmilzt die ausgegossene Schokolade in der Form wieder.

    In der Zwischenzeit die Zartbitterkuvertüre mit einer Methode nach Wahl temperieren. Die Schokoladenform damit ausgießen. Die Schokoladenform neigen und drehen, so dass die flüssige Kuvertüre in alle Ecken fließen kann Schokoladenform mehrfach leicht auf den Tisch klopfen, damit die Luftbläschen aufsteigen können.

    Die Schokoladenform für 2 bis 3 Minuten in den Kühlschrank stellen, so dass Boden und Wände der Tafel fest werden, das Innere aber noch flüssig ist.

    Dann die Schokoladenform mit Schwung umdrehen und die restliche, noch flüssige Schokolade auf ein Blatt Backpapier abtropfen lassen, dabei vorsichtig etwas rütteln und klopfen. Die Schokoladenform umgedreht auf ein Pralinengitter legen, so dass der Rest der flüssigen Schokolade aus der Form tropfen kann. Die ausgelaufene Kuvertüre aufbewahren, sie wird noch gebraucht!

    Die Oberfläche der nun hohlen Schokoladentafel mit einer Palette oder einem Teigschaber glätten und von Tropfnasen befreien. Die Kuvertüre vollständig fest werden lassen.

    Die abgekühlte Ganache in die hohle Schokoladentafel geben, gleichmäßig verteilen und glattstreichen. Dabei darauf achten, dass der Rand der Tafel noch etwa 1 bis 2 mm hoch frei bleibt, sonst hält der Boden nachher nicht richtig.

    Die Ganache jetzt für einige Stunden, am besten über Nacht fest werden lassen.

    Die zuvor überschüssige Zartbitterkuvertüre aus der Schokoladenform hacken und mit einer Methode nach Wahl temperieren. Auf die fest gewordene Ganache gießen und durch Neigen und Drehen einen dünnen Boden für die Schokoladentafel gießen. Dabei besonders darauf achten, dass die Kuvertüre in die Ecken der Tafel kommt und sich gut mit dem zuvor freigelassenen Rand verbindet. Schokoladenform mehrfach leicht auf den Tisch klopfen, damit die Luftbläschen aufsteigen können.

    Schokoladentafel fest werden lassen, aus der Form nehmen, verpacken oder gleich genießen.

    Diese Tafel ist aufgrund der Sahne in der Füllung nur begrenzt haltbar und sollte innerhalb von 2- 3 Wochen verzehrt werden. Aber so lange hält sie normaleweise sowieso nicht ;-)